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Magersucht - Trennung zwischen Körper und Seele Hilfestellung durch Hypnose

GTH SchweizMagersucht, bekannt als "Anorexia Nervosa", wurde zum ersten Mal von Charles Lasegue im Jahr 1873 beschrieben. Vor 30 Jahren war es noch eine seltene Krankheit. Jetzt steigen die Zahlen der Krankheitsfälle ständig. Die Meisten der Betroffenen sind zwischen 13 und 20 Jahre jung. Leider erreicht die Krankheit jetzt bereits 8 bis 10-jährige Mädchen und Jungen.

Die Statistiken zeigen, dass 30% der Erkrankten wieder gesund werden, 35% nimmt zwar wieder etwas zu, empfindet sich aber immer noch als "fett", 25% bleiben chronisch krank. 10% sterben an den Konsequenzen dieser Krankheit, Selbstmord eingerechnet.

Niemand weiss genau, welches die Ursachen dieser Krankheit sind. Offenbar gibt es nicht nur einen einzelnen Auslöser dafür. Die Experten sind sich immerhin darüber einig, dass die Krankheit so früh wie möglich erkannt und behandelt werden sollte. Je später sie erkannt wird, desto geringer sind die Heilungschancen für die Betroffenen.

Aus der Sicht der Tiefenpsychologie handelt es sich bei der Magersucht um eine Trennung zwischen Körper und Seele. Die meisten Betroffenen erkennen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, können dieses Gefühl aber nicht aufhalten, es ist wie eine Sucht. Etwas in ihnen löst diese Emotionen aus, doch diese bleiben unbewusst, unklar. Auch wenn der Kopf an einem Punkt erkennen kann, dass da ein Problem sein könnte, hat das Bewusstsein keine Kontrolle mehr darüber. Durch Erhebungen mittels Fragebogen versuchten wir die Gefühle dieser jungen Menschen zu erkennen. Deutlich wurde, dass die meisten jungen Frauen den eigenen Körper hassen, die natürliche weibliche Form verabscheuen. Die Menstruation als starkes weibliches Symptom muss verschwinden. Die Weiblichkeit wird also unterdrückt. Bei den jungen Männern ist es wichtig, eine "männliche" Figur zu haben, stark und imponierend zu wirken. In beiden Fällen besteht eine Ablehnung des Körpers. Der eigene Körper wird vom Betroffenen nicht akzeptiert.

Als Folge hören diese Menschen auf sich zu ernähren. Die meisten bestrafen sich durch Selbstverletzungen. Auf der einen Seite lehnen sie den Körper ab und wollen ihn nicht wahrhaben. Auf der andern Seite suchen sie gerade das Körpergefühl auf diese schmerzliche Weise. Vielleicht bestrafen sie sich auch, indem sie leiden wollen. Doch zur gleichen Zeit wollen sie dieses Gefühl auch nicht haben und möchten -wortwörtlich- "verschwinden". Viele erwähnen den Wunsch nach einem spirituellen Leben. Sie denken, dass die Suche der Spiritualität durch das Verschwinden des Körpers stattfinden könnte. Das Motto könnte lauten "je mehr Kontrolle ich über meinen Körper habe, desto näher komme ich der Spiritualität".

In der menschlichen Existenz gehören Körper und Seele zusammen. Wir sind "Ganz" oder "Heil", wenn beide Teile zusammen eine harmonische Einheit bilden. Die Trennung zwischen Körper und Seele verursacht grosse seelische Schmerzen, Depression, Schlaflosigkeit, Einsamkeit, Tod.

Wie Hypnose wirken kann

Wenn diese junge Menschen zu sich selber finden und sich selbst akzeptieren, werden sie das innere Gleichgewicht finden, das sie brauchen, um die Krankheit loslassen zu können. Die Hypnose kann auf diesem Weg zur Ganzheit sehr gut helfen, denn sie erlaubt die eigenen Blockaden zu erkennen und in die tiefen Ebenen der Gefühle zu kommen.

Mit der hypno-integrativen Therapie in Hypnose wird die gesamte Lebensgeschichte des betroffenen Menschen betrachtet. Es handelt sich um eine sogenannte bewusste Hypnose. Das bedeutet, dass der Betroffene zwar in Hypnose ist, doch ein Teil von ihm bewusst wahrnimmt, was während der Hypnose passiert. Das erlaubt, die unbewussten Zusammenhänge, die in der Hypnose auftauchen ins Bewusstsein zu bringen und verständlicher zu machen. Das hilft, sich mit der Situation zu versöhnen, Widerstände loszulassen.

Wenn die Arbeit gründlich, Schritt für Schritt und integrativ gemacht wird, findet die Person den Kontakt zu sich selber wieder und kann die inneren Blockaden lösen, und somit auch das eigene Gleichgewicht in sich selber wieder erreichen. Das bedeutet, dass sie das Symptom, die Magersucht, loslassen kann, weil sie sich selber wieder als Ganzheit wahrnehmen kann, in der eigenen Natur. Die Trennung zwischen Körper und Seele ist nicht mehr notwendig und löst sich von selbst...

Letzte Änderung des Artikels: 2007-11-12 19:36
Verfasser des Artikels: admin

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