Bei Dysmorphophobie (altgr. dys = schlecht [hier = Miss-], morphé = Form [hier = -gestaltet-], phóbos = Furcht [hier = -angst]) handelt es sich um eine Störung der Wahrnehmung des eigenen Leibes. Im DSM-IV wird sie Körperdysmorphe Störung genannt (engl. Body Dysmorphic Disorder), gleichbedeutend ist Körperbildstörung (engl. Body Image Disturbance).
Die Betroffenen nehmen ihren Körper oder einzelne Körperteile als hässlich oder entstellt wahr. Am häufigsten beziehen sich die betroffenen Körperteile auf das Gesicht oder den Kopf (wie z.B. Akne, Narben, eine zu große Nase oder Ohren, asymmetrische Gesichtszüge), aber es kann auch jedes andere Körperteil betroffen sein (z.B. Füße oder Geschlechtsteile). Die Betroffenen leiden oft unter zwanghaften Gedanken über ihr Aussehen, die bis zu mehrere Stunden am Tag andauern können. Weiterhin zeigen die Betroffenen oftmals sog. ritualisierte Verhaltensweisen wie das Überprüfen des Aussehens in Spiegeln oder anderen reflektierenden Oberflächen, Vergleichen des eigenen Aussehens mit dem Aussehen von anderen Personen, ritualisiertes Auftragen von Makeup oder anderen Kosmetikartikeln. Das Vermeiden von sozialen Situationen wie z.B. Partys oder Einkaufszentren aus Angst vor negativer Bewertung durch andere ist auch sehr häufig vorzufinden.
Tags: Körperbildstörung
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Letzte Änderung des Artikels: 2008-03-08 20:54
Verfasser des Artikels: Christoph Tischler
Revision: 1.1
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