Manche Mädchen haben uns in Gesprächen gefragt, woran sie merken können,
ob sie essgestört sind. Die Frage ist schwer zu beantworten, denn die Grenzen sind fließend.
Natürlich gibt es feste Diagnosekriterien für Essstörungen, nach denen sich zum
Beispiel Mediziner/innen richten. Das wird dir selbst aber wenig nützen. Für die Beurteilung,
ob du essgestört bist oder nicht, ist es auch erst einmal relativ egal, wie viel oder wenig du
wiegst oder wie viele Merkmale einer Essstörung auf dich zutreffen.
Wichtig ist ganz alleine, wie du dich fühlst. Und wenn du das Gefühl hast, dass die Gedanken
um Essen und Hungern einen sehr großen Raum in deinem Leben einnehmen, so solltest du auf jeden
Fall nachdenklich werden.
Dass du viel darüber nachdenkst, heißt natürlich noch nicht, dass du wirklich eine
Essstörung hast. Aber vielleicht täte es dir trotzdem gut, mit einem dir nahestehenden
Menschen zu reden. Vielleicht brauchst du auch professionelle Hilfe, weil du das Gefühl hast,
nur mit Reden deine Probleme nicht mehr in den Griff zu bekommen.
Sich Hilfe zu suchen, macht Angst und ist schwer. Trotzdem ist es der richtige Weg.
Eine
Essstörung aufzugeben, macht
noch viel mehr Angst. Trotzdem wirst du irgendwann andere Wege finden und wirst
wieder entdecken, wie viel mehr Kraft du zum Leben hast, wenn du deine
Essstörung aufgibst.
Quelle: http://ess-stoerungen.net
Tags: Hilfe
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Letzte Änderung des Artikels: 2007-07-03 00:19
Verfasser des Artikels: Christoph Tischler
Revision: 1.103
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