Manche Mädchen haben Angst, dass ihre Eltern etwas von ihren Problemen bemerken
könnten und suchen sich deshalb keine Hilfe. Das ist schade, denn so wird die Situation
natürlich immer schlimmer.
Wichtig ist auf jeden Fall sich einen Menschen zu suchen,
dem man vertraut. Wenn es die Eltern nicht sind, dann kannst du dich vielleicht an eine
Verwandte oder Freundin oder an die Vertrauenslehrerin deiner Schule wenden. Viele Schulen
haben inzwischen auch Suchtbeauftragte und die sollten sich auch mit Essstörungen auskennen.
Wichtig ist, dass du mit deinen Problemen nicht alleine bleibst!
Je nachdem wie schlecht es dir geht, brauchst du vielleicht auch professionelle Hilfe.
Es gibt in jeder größeren Stadt Beratungsstellen , an die du dich wenden kannst und die dich -
meist kostenlos - beraten.
Manche Beratungsstellen wollen für die Beratung ein Honorar haben, das solltest du vorher
abklären. Und wenn du das Geld nicht hast, dann solltest du das ansprechen und fragen,
ob du die Beratung billiger oder kostenlos haben kannst.
Wenn du älter als 14 Jahre bist, dann gilt für dich die ärztliche
Schweigepflicht genauso wie für Erwachsene! Mediziner/innen oder Psycholog/innen,
die dich beraten, dürfen also ohne deine Einwilligung keine Informationen an deine
Eltern weitergeben. Es wäre also falsch, nur aus Angst vor den Eltern keine Hilfe zu suchen!
Und noch ein Tipp : Manche Mädchen schreiben nicht an Beratungsstellen ,
weil sie keine eigene E-Mail-Adresse und/ oder keinen eigenen Computer besitzen und Angst haben, dass ihre
Eltern die Mails lesen könnten. Auch das ist schade, denn so können Beratungsstellen kaum helfen. Eine Möglichkeit aber wäre, sich anonym in einem Forum einzutragen: Dort können die Mitarbeiter der Beratungsstelle versuchen so gut
wie möglich
auf die Probleme und Fragen der Betroffnen zu antworten.
Quelle: http://ess-stoerungen.net
Tags: Angst
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Letzte Änderung des Artikels: 2007-07-03 00:07
Verfasser des Artikels: Christoph Tischler
Revision: 1.100
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