Magersucht, Bulimie, Binge-Eating News
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Desweiteren haben Sie auch die Möglichkeit Fragen zum Thema "Essstörungen" zu stellen.
2008-02-17 23:14
Magersucht, bekannt als "Anorexia Nervosa", wurde zum ersten Mal von
Charles Lasegue im Jahr 1873 beschrieben. Vor 30 Jahren war es noch
eine seltene Krankheit. Jetzt steigen die Zahlen der Krankheitsfälle
ständig. Die Meisten der Betroffenen sind zwischen 13 und 20 Jahre
jung. Leider erreicht die Krankheit jetzt bereits 8 bis 10-jährige
Mädchen und Jungen.
Die Statistiken zeigen, dass 30% der Erkrankten wieder gesund werden,
35% nimmt zwar wieder etwas zu, empfindet sich aber immer noch als
"fett", 25% bleiben chronisch krank. 10% sterben an den Konsequenzen
dieser Krankheit, Selbstmord eingerechnet.
Niemand weiss genau, welches die Ursachen dieser Krankheit sind.
Offenbar gibt es nicht nur einen einzelnen Auslöser dafür. Die Experten
sind sich immerhin darüber einig, dass die Krankheit so früh wie
möglich erkannt und behandelt werden sollte. Je später sie erkannt
wird, desto geringer sind die Heilungschancen für die Betroffenen.
Aus der Sicht der Tiefenpsychologie handelt es sich bei der
Magersucht um eine Trennung zwischen Körper und Seele. Die meisten
Betroffenen erkennen, dass etwas mit ihnen nicht stimmt, können dieses
Gefühl aber nicht aufhalten, es ist wie eine Sucht. Etwas in ihnen löst
diese Emotionen aus, doch diese bleiben unbewusst, unklar. Auch wenn
der Kopf an einem Punkt erkennen kann, dass da ein Problem sein könnte,
hat das Bewusstsein keine Kontrolle mehr darüber. Durch Erhebungen
mittels Fragebogen versuchten wir die Gefühle dieser jungen Menschen zu
erkennen. Deutlich wurde, dass die meisten jungen Frauen den eigenen
Körper hassen, die natürliche weibliche Form verabscheuen. Die
Menstruation als starkes weibliches Symptom muss verschwinden. Die
Weiblichkeit wird also unterdrückt. Bei den jungen Männern ist es
wichtig, eine "männliche" Figur zu haben, stark und imponierend zu
wirken. In beiden Fällen besteht eine Ablehnung des Körpers. Der eigene
Körper wird vom Betroffenen nicht akzeptiert.
Als Folge hören diese Menschen auf sich zu ernähren. Die meisten
bestrafen sich durch Selbstverletzungen. Auf der einen Seite lehnen sie
den Körper ab und wollen ihn nicht wahrhaben. Auf der andern Seite
suchen sie gerade das Körpergefühl auf diese schmerzliche Weise.
Vielleicht bestrafen sie sich auch, indem sie leiden wollen. Doch zur
gleichen Zeit wollen sie dieses Gefühl auch nicht haben und möchten
-wortwörtlich- "verschwinden". Viele erwähnen den Wunsch nach einem
spirituellen Leben. Sie denken, dass die Suche der Spiritualität durch
das Verschwinden des Körpers stattfinden könnte. Das Motto könnte
lauten "je mehr Kontrolle ich über meinen Körper habe, desto näher
komme ich der Spiritualität".
In der menschlichen Existenz gehören Körper und Seele zusammen.
Wir sind "Ganz" oder "Heil", wenn beide Teile zusammen eine harmonische
Einheit bilden. Die Trennung zwischen Körper und Seele verursacht
grosse seelische Schmerzen, Depression, Schlaflosigkeit, Einsamkeit,
Tod.
Wie Hypnose wirken kann
Wenn diese junge Menschen zu sich selber finden und sich selbst
akzeptieren, werden sie das innere Gleichgewicht finden, das sie
brauchen, um die Krankheit loslassen zu können. Die Hypnose kann auf
diesem Weg zur Ganzheit sehr gut helfen, denn sie erlaubt die eigenen
Blockaden zu erkennen und in die tiefen Ebenen der Gefühle zu kommen.
Mit der hypno-integrativen Therapie in Hypnose wird die gesamte
Lebensgeschichte des betroffenen Menschen betrachtet. Es handelt sich
um eine sogenannte bewusste Hypnose. Das bedeutet, dass der Betroffene
zwar in Hypnose ist, doch ein Teil von ihm bewusst wahrnimmt, was
während der Hypnose passiert. Das erlaubt, die unbewussten
Zusammenhänge, die in der Hypnose auftauchen ins Bewusstsein zu bringen
und verständlicher zu machen. Das hilft, sich mit der Situation zu
versöhnen, Widerstände loszulassen.
Wenn die Arbeit gründlich, Schritt für Schritt und integrativ
gemacht wird, findet die Person den Kontakt zu sich selber wieder und
kann die inneren Blockaden lösen, und somit auch das eigene
Gleichgewicht in sich selber wieder erreichen. Das bedeutet, dass sie
das Symptom, die Magersucht, loslassen kann, weil sie sich selber
wieder als Ganzheit wahrnehmen kann, in der eigenen Natur. Die Trennung
zwischen Körper und Seele ist nicht mehr notwendig und löst sich von
selbst...
Info:
gth.ch2007-11-12 19:36
Magersucht
(Anorexia nervosa) wird in Deutschland bislang mit einer
Standard-Richtlinienpsychotherapie behandelt, die auf lange Sicht oft
zu Problemen bei der Genesung oder Verhaltensrückfällen führt. Um eine
bessere Behandlung zu gewährleisten, hat die Universität Erlangen
diesen Sommer die bundesweit unter dem Namen „Anorexia nervosa
treatment of our patients“ (ANTOP) laufende Studie gestartet. In dieser
sollen zwei neue Therapieformen mit der Standardtherapie verglichen
werden. Für die Studie werden insgesamt 237 Teilnehmerinnen gesucht,
die bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. So sollten die
Betroffenen älter als 18 Jahre sein und einen BMI zwischen 15 und 18,5
haben. Die Teilnehmerinnen werden zufällig einer der drei
Therapieformen zugeteilt und in regelmäßigen Abständen zum
Therapieverlauf befragt.
Eine der beiden neuen
Therapieformen ist die „Kognitive Verhaltenstherapie“ (KVT). Hier soll
das Essverhalten der Frauen normalisiert und die mit der Essstörung
verbundenen Probleme bearbeitet werden, wie etwa die Fähigkeit,
Konflikte und Probleme zu lösen. Die zweite Therapieform ist die „Fokal
psychodynamische Psychotherapie“ (FPT). In dieser sollen vor allem
ungünstige Beziehungsgestaltungen und die Verarbeitung von Gefühlen
bearbeitet werden. Sowohl KVT als auch FPT verlaufen jeweils in 40
ambulanten Einzelsitzungen über einen Zeitraum von etwa zehn Monaten.
Die Teilnahme an der Studie ist für die Betroffenen kostenlos.
Bestimmte
Voraussetzungen schließen eine Teilnahme an der bis Ende 2009 laufenden
Studie jedoch aus. Dazu zählen zum Beispiel schwere psychische
Erkrankungen, akute Selbstmordgefahr, Drogenmissbrauch, Einnahme von
Neuroleptika und Schwangerschaft. Auch wenn das Untergewicht vor allem
körperliche Ursachen hat sowie bei einer bereits laufenden
Psychotherapie ist eine Teilnahme nicht möglich.
Das Universitätsklinikum Erlangen hat unter der Telefonnummer 09131/85-35927
eine Hotline eingerichtet, unter der sich Freiwillige für eine
Studienteilnahme melden oder weitere Informationen einholen können.
Bin ich essgestört?
Therapiemöglichkeiten
Info:
onmeda.de2007-11-12 19:29
Magersucht ist nach Meinung von Experten die psychische Krankheit mit
der höchsten Sterblichkeitsrate. Bis zu 15 Prozent der Betroffenen im
Erwachsenenalter würden an den Auswirkungen der Krankheit sterben,
sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen
(DGESS), Manfred Fichter, am Mittwoch in München. Von Donnerstag bis
Sonntag diskutieren Experten bei einer Tagung in Prien am Chiemsee über
dieses Thema.
Die meisten Betroffenen sterben nach Auskunft Fichters an den
direkten Folgen der Mangelernährung, aber auch die Zahl der Selbstmorde
ist hoch. Nur rund die Hälfte der Patienten könne wieder ganz geheilt
werden. "Essstörungen werden oft belächelt, aber es ist wichtig, dass
sie ernst genommen werden", sagte der Mediziner. Aus diesem Grund hat
die DGESS auch zu einer Mahnwoche aufgerufen, die an diesem Sonntag zu
Ende geht.
Nach Schätzungen der Gesellschaft leiden in Deutschland rund
sechs Prozent aller Frauen zwischen 15 und 35 Jahren an Magersucht oder
einer anderen Essstörung wie etwa Bulimie (Ess-Brech-Sucht). Bei
Männern sind Essstörungen seltener: Auf zehn Frauen kommt
durchschnittlich ein Mann. Auch die Therapie der Krankheit sei bei
Männern einfacher. "Männer wollen Muskeln haben und bei der Magersucht
schmelzen irgendwann auch die weg. Und dann sind Männer leichter zu
motivieren, wieder etwas zu essen", so Fichter, Chefarzt der
Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee.
Als Ursache für Essstörungen gelten unter anderem äußere
Belastungen wie Stress und starke Selbstwertprobleme. Hinzu kommen oft
Depressionen. "Der Patient denkt dann nur noch an Essen, Nahrung,
Gewicht, Figur", beschrieb Fichter. Die Therapie von Essstörungen sei
nicht einfach. Medikamente würden bei den Kernsymptomen der Magersucht
überhaupt nicht helfen. Auch sind viele medizinische Einrichtungen nach
Einschätzung Fichters noch nicht gut genug für eine derartige Therapie
gerüstet. Hier müsse noch mehr geforscht und besser informiert werden.
Weitere Informationen unter: http://www.dgess.de oder http://www.essprobleme.com
Info:
n-tv.de2007-11-12 19:26
Die Modemarke Nolita muss ihre Skandal-Werbekampagne mit einer
Magersüchtigen stoppen, entschieden italienische Behörden. Starfotograf
Toscani kündigte eine Klage an.
Die Kampagne
gegen Magersucht des italienischen Modefotografen Oliviero Toscani für
die Fashion-Marke Nolita ist verboten worden.
Die italienische Werbeaufsichtsbehörde IAP
befand: "Werbung muss die Würde des Menschen in all ihren Formen
respektieren." Gegen diesen Grundsatz verstoße die Abbildung des
ausgemergelten Frauenkörpers.
Anlässlich der Mailänder Modewoche hatte
Toscani ein Foto des an Magersucht leidenden Modells Isabell Caro
entworfen, das seitdem zahlreiche Plakatwände von Mailand bis Rom
ziert. Mit "No. Anorexia" wollte er auf die Problematik des
Schlankheitswahns, der "in den meisten Fällen durch von der
Modeindustrie geschaffene Stereotype entsteht", aufmerksam machen,
teilte Nolita mit. Toscani hat bereits angekündigt: "Ich werde vor
Gericht ziehen und moralischen und materiellen Schadenersatz fordern."
Berühmt wurde Toscani Mitte der 80er Jahre mit
seinen umstrittenen Benetton-Fotos, die etwa einen Aids-Sterbenden und
das blutige Hemd eines Kriegstoten aus Bosnien zeigten.
Info:
taz.de2007-10-29 00:12
Traurig aber wahr: Fast die Hälfte aller Models leidet an Essstörungen.Eine britische Kommission empfiehlt jetzt strengere Regeln für die
Frauen auf dem Laufsteg. Und der Modeindustrie wurden auch noch eine
andere Art von Tests empfohlen.
Eine Expertenkommission der britischen Modeindustrie will Jugendliche erst
ab 16 Jahren auf den Laufsteg lassen und die Models
vorher auf Essstörungen hin untersuchen lassen. Der von den Veranstaltern
der Londoner Modenschau Fashion Week vorgestellte Bericht geht jedoch nicht
soweit, den Ausschluss von Frauen mit Essstörungen vorzuschlagen.
Modenschauen in Madrid und Mailand haben zu dünne Models im vergangenen Jahr
von den Laufstegen verbannt, da ihnen vorgeworfen wurde, ungesunde
Schönheitsideale zu fördern.
Der Bericht des British Fashion Councils wurde
von Modedesignern und Spezialisten für Essstörungen erarbeitet, hat
allerdings bislang nur Empfehlungscharakter. Die Agenturen sollen ihre
Models künftig von akkreditierten Ärzten auf Essstörungen hin untersuchen
lassen müssen. Zusätzlich sollen hinter den Laufstegen öfter überraschende
Drogentests durchgeführt werden. Bis zu 40 Prozent der Models litten an
Essstörungen, in der Gesamtbevölkerung seien es nur etwa drei Prozent, heißt
es in dem Bericht.
Unterdessen sorgt die Wahl einer zwölf Jahre alten Schülerin als
Aushängeschild einer Modeschau in Australien für Empörung. „Wir müssen die
Unschuld in unserer Gesellschaft schützen“, sagte Premierminister John
Howard. „Eine Zwölfjährige in so eine Welt zu stoßen ist empörend.“ Auch in
den Fernseh- und Radio- Talkshows war das Echo überwiegend ablehnend.
Die hoch gewachsene Achtklässlerin Maddison Gabriel hatte Mitte der Woche
ein Model-Casting gewonnen. Als Preis tritt sie als Hauptfigur der Gold
Coast Modewoche auf und erhielt einen Modeling- Vertrag. Ihre Mutter
verstand die Aufregung nicht. Maddison habe ihr Leben lang davon geträumt,
Model zu werden. „Sie ist sehr reif für ihr Alter“, sagte Michelle Gabriel
der Zeitung „Gold Coast Bulletin“. Das meinte auch die Leiterin der
Model-Agentur, die die Zwölfjährige unter Vertrag genommen hat. Sie sei beim
Interview redegewandter gewesen als viele der älteren Modells, meinte Simone
Hyde.
Info:
welt.de2007-10-28 23:48
Die Zeitschrift «Bunte» zitiert die 34-Jährige mit den Worten: «Ich war
nie der dünne, magere Typ. Je mehr ich das versucht habe, desto
schlimmer wurde es.
Heidi Klum konnte nur noch an Muffins denken. /

Ich musste mehr denn je ans Essen denken.» Ausserdem erklärte Heidi
weiter: «Ich wurde aufgefordert, Gewicht zu verlieren. Ich hab's auch
versucht, konnte aber nur noch an Muffins denken. Ich bin einfach nicht
geschaffen zu hungern.»
Info:
nachrichten.ch2007-07-06 01:15
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